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Wie ein Mensch in auswegsloser Lage zur Gewalt greift

 
 
   

Liliom

Vorstadtlegende von Ferenc Molnár. Aus dem Ungarischen übersetzt von Joël László
Komposition und Liedtexte von Pascal Nater
Theater Marie Aarau

Mittwoch, 15. November 2017 um 19.30 Uhr
EQUILIBRE, Freiburg

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Liliom
 
  © Andreas Zimmermann  
 

Der Vorstadt-Casanova Liliom arbeitet bei Frau Muskat, einer Karusselbesitzerin, und ist ihr Liebhaber. Allerdings macht er ihrem Dienstmädchen Julie schöne Augen. Das passt Frau Muskat gar nicht und Liliom verliert seinen Job. Liliom und Julie heiraten und Julie wird schwanger. Vor lauter Kummer über seine Arbeitslosigkeit und Not schlägt Liliom Julie.
In seiner Ausweglosigkeit folgt er dem Vorschlag des zwielichtigen Ficsur zu einem Raubüberfall auf den Kassierer Linzmann. Doch Liliom verzockt beim Kartenspiel seinen Anteil bereits vor der Tat. Der Raub misslingt und Liliom kann seine Schulden nicht begleichen. Er sieht keinen anderen Ausweg als Selbstmord.
Zwei Polizisten bringen den Toten vor das himmlische Selbstmördergericht. Dort gesteht er, dass er sich aus Liebe zu Julie und zu seinem ungeborenen Kind umgebracht hat. Er erhält nach 16 Jahren Busse die Erlaubnis, auf die Erde zurückzukehren, um etwas Gutes zu tun. In Gestalt eines Bettlers trifft er auf seine Familie. Er soll seine eigene Person beschönigen und seine Schande mit einer guten Tat wieder­gutmachen. Doch Liliom sträubt sich gegen jede Art von Reue. Er erzählt seiner Tochter die bittere Wahrheit über ihren verantwortungslosen Vater.

Das Stück von Ferenc Molnár von 1909 leuchtet in einen gesellschaftlichen Abgrund: In unserer Gesellschaft funktioniert Gewalt oft als Triebabfuhr für nicht ausgesprochene Konflikte.
eben durchsetzen können.